Dieser Fortbildungsbeitrag zeigt, wie sich Alveole und Alveolarkamm nach einer Zahnextraktion verändern und welche Konsequenzen dies für die Implantatplanung hat. Sie erfahren, wie sich resorptive Prozesse erkennen und durch Sofortimplantation oder alveolenerhaltende Maßnahmen gezielt reduzieren lassen. Zudem lernen Sie, Defekte des Alveolarfortsatzes sicher zu beurteilen und die passende Augmentationsstrategie abhängig von der Defektgeometrie zu wählen. Der Text vermittelt Ihnen die wichtigsten Implantationszeitpunkte und deren Bedeutung für eine langfristig stabile Versorgung. Zwei bebilderte Fallbeispiele zeigen individuell eingesetzte Techniken.
In einer älter werdenden Gesellschaft stellt die Sicherstellung der oralen Gesundheit eine wachsende Herausforderung dar. Um die Senioren bedarfsorientiert zu unterstützen, bieten Zahnärzte zunehmend Hausbesuche an. Ziel ist, durch eine engmaschige, professionelle Unterstützung die Mundgesundheit trotz gesundheitlicher Limitationen aufrechtzuerhalten.
Die implantologische Versorgung kompromittierter Patienten stellt eine wachsende Herausforderung im klinischen Alltag dar. Antiresorptive Therapien, Strahlentherapie im Kopf-Hals-Bereich sowie systemische Einflussfaktoren wie der Vitamin-D-Status verändern die biologischen Voraussetzungen der Osseointegration. Damit erhöhen sie das Risiko periimplantärer Komplikationen. Gleichzeitig steigt der funktionelle und prothetische Anspruch dieser Patientengruppe. Der Fokus dieser Zusammenfassung liegt auf Risikofaktoren, präventiven Strategien und konkreten Konsequenzen für die tägliche implantologische Praxis.
Seit der ersten Deutschen Mundgesundheitsstudie (DMS I, 1989) ist eine konsequente und signifikante Verbesserung der Mundgesundheit in Deutschland zu beobachten. Wie stellt sich die Lage hinsichtlich implantologischer Indikation, Risikopatienten, multimorbiden Patienten und Patienten mit kardiovaskulären Erkrankungen dar?
Verlagerte und retinierte Zähne werden in der ersten und noch häufiger in der zweiten Wechselgebissperiode diagnostiziert. Eine frühzeitige Diagnostik kann dazu beitragen, die Eingliederung der Zähne durch eine kombinierte kieferorthopädisch-kieferchirurgische Therapie in die Wege zu leiten. Dieser Fortbildungsbeitrag beschäftigt sich v. a. mit dem fehlenden Durchbruch bleibender Zähne und beschreibt die Zusammenarbeit und das chirurgische Vorgehen bei verlagerten und/oder retinierten Zähnen sowie die Insertion von skelettalen Verankerungssystemen.
Für die universitäre MKG-Chirurgie bringt die Zukunft vieles mit – Chancen und Möglichkeiten, aber auch große Herausforderungen und Risiken. Die Fachdisziplin wird davon profitieren, als vielseitiger Akteur in der Humanmedizin und Zahnmedizin präsent zu sein. Auch über die Medizin hinaus werden sich viele Optionen der Zusammenarbeit mit naturwissenschaftlich-technischen Disziplinen und der Industrie bieten. Derartige Kooperationen werden im Zuge der Digitalisierung und Technisierung des medizinischen Sektors enorm an Relevanz gewinnen. Reformen der fachärztlichen MKG-chirurgischen Weiterbildung sind erforderlich, um den Veränderungen der medizinischen Versorgungslandschaft gerecht zu werden und folgende Generationen von MKG-Chirurg*innen bestmöglich auf die Anforderungen der neuen Arbeitswelt vorzubereiten.
Postoperative Nachblutungen gehören zu den häufigsten Komplikationen zahnärztlich-chirurgischer Eingriffe, besonders bei Risikopatienten. Dieser Beitrag vermittelt praxisnahe Strategien zur effektiven Blutstillung und zeigt präventive wie therapeutische Maßnahmen auf. Besonderes Augenmerk gilt der Versorgung von Patienten unter Antikoagulation oder mit Gerinnungsstörungen sowie der Bedeutung interdisziplinärer Zusammenarbeit und Dokumentation.
In dieser inspirierenden Podcast-Folge erzählt Prof. Dr. Jan‑Frederik Güth von seinem Weg „vom Hörsaal‑Träumer zum Klinikchef“ an der LMU München. Er spricht über prägende Mentoren, entscheidende Schlüsselmomente und warum Begeisterung, Neugierde und eine positive Grundhaltung die stärksten Motoren für eine akademische Karriere sind. Gleichzeitig gibt er tiefe Einblicke in moderne Mitarbeiterführung, Sinnstiftung und Teamkultur – und zeigt, wie man eine große Klinik menschlich, fair und zukunftsorientiert leitet.
In diesem Fortbildungsbeitrag gehen wir neben den Problemfeldern der oralen Mundgesundheit im Alter auf die erforderlichen diagnostischen und therapeutischen Maßnahmen ein, um eine parodontale Erkrankung der älteren Patientinnen und Patienten leitliniengerecht erfassen und behandeln zu können.
Die International Classification of Orofacial Pain (ICOP) stellt den ersten Versuch einer weltweit einheitlichen Taxonomie der Mund- und Gesichtsschmerzen dar. Um die Vorteile der ICOP herauszuarbeiten, werden auch bereits bestehende Klassifikationssysteme kurz vorgestellt.
Minimalinvasive indirekte Versorgungen wie Non-Prep Veneers und Adhäsivbrücken ermöglichen ästhetisch anspruchsvolle und zugleich substanzschonende Restaurationen im Frontzahnbereich. Moderne Adhäsivtechnik, digitale Planung und keramische Hochleistungswerkstoffe eröffnen neue Wege der restaurativen Zahnmedizin – präzise, vorhersagbar und biologisch verträglich.
Die medikamenten-assoziierte Kiefernekrose ist eine seltene, aber relevante Nebenwirkung antiresorptiver Therapien. Letztere sind fester Bestandteil der Osteoporosebehandlung. Sie reduzieren das Risiko für Frakturen, welche mit erhöhter Morbidität und Mortalität einhergehen. Durch zahnärztliche Prophylaxe und Patientenaufklärung lässt sich das Nekroserisiko deutlich reduzieren. Wichtig ist der interdisziplinäre Austausch zwischen Osteologen und Zahnmedizinern.
In diesem Schwerpunkt von Die Innere Medizin werden wichtige Neuentwicklungen der letzten Jahre in der antiinfektiven Therapie dargestellt. Dabei sind Antiinfektiva in der Pharmakotherapie eine der ältesten Stoffgruppen. Sie haben die Medizin revolutioniert, und ihre Bedeutung hat seit ihrer Einführung stetig zugenommen.
Ziel dieser Studie war es, die vertikale Reflexionsintensität (VRI) sowie die linienbezogene (Ra), flächenbezogene (Sa) und volumenbezogene (Vmc) Rauigkeit von inaktiven (Ci) und aktiven (Ca) Kariesläsionen (ICDAS Code 2) im bleibenden Gebiss mit gesunden Schmelzoberflächen (S) in vitro zu vergleichen. Zudem wurde geprüft, ob sich die 3 Oberflächentypen auch durch verblindete taktile Untersuchung mit 2 unterschiedlichen zahnärztlichen Sonden zuverlässig unterscheiden lassen. Die Nullhypothese lautete, dass sich weder in den Reflexions- und Rauigkeitsparametern noch in der taktilen Wahrnehmung signifikante Unterschiede zwischen inaktiven und aktiven Kariesläsionen sowie gesunden Oberflächen zeigen.
Unerwünschte Arzneimittelereignisse (UAEs) sind nicht selten und können eine große klinische Bandbreite aufweisen. Da diese Läsionen oft einen starken Einfluss auf die Lebensqualität des Patienten haben, ist eine intensive interdisziplinäre Zusammenarbeit empfehlenswert, um Möglichkeiten auszuloten, das auslösende Medikament abzusetzen oder eine Veränderung der Medikation vorzunehmen.
Während die analoge gelenkbezügliche Montage der Modelle nur in einigen wenigen Zahnarztpraxen genutzt wird, erfolgt eine Bewegungssimulation im virtuellen Raum kaum. Hier wird vorwiegend mit statischen Okklusionsdaten gearbeitet. In diesem Fortbildungsbeitrag stellen wir dar, mittels welcher Methoden virtuelle Artikulatoren ohne analoge Zwischenschritte individuell auf die Patientensituation abgestimmt werden können. Das Ziel liegt in einer verbesserten Simulation okklusionsnaher Bewegungen und folglich in einem geringeren nachträglichen intraoralen Anpassungsaufwand angefertigter Restaurationen.
Sterbealter vererbbar? -- Sport, Ernährung, Schlaf – viele modifizierbare Faktoren können zu einem langen, gesunden Leben verhelfen. Doch offenbar bestimmen die Gene den Todeszeitpunkt stärker als gedacht. Laut einer Modellierungsstudie sind rund 50% der Unterschiede beim Sterbealter genetisch erklärbar.
Parodontitis ist eine weitverbreitete, chronisch-entzündliche Erkrankung des Zahnhalteapparates, die zu Zahnverlust sowie funktionellen und ästhetischen Beeinträchtigungen führen kann. Die neue Klassifikation der Parodontitis ist in Deutschland seit 2021 aktiv, berücksichtigt Schweregrad, Verlauf und Komplexität der Erkrankung und erfordert individuelle Therapieansätze. Wir geben eine fallbasierte Einführung in die vierphasige Behandlungsstrategie.
In dieser Podcast-Folge tauchen wir mit Prof. Dr. Michael Stimmelmayr tief in die Welt der modifizierten Schalentechnik ein – eine unterschätzte Königsdisziplin der Implantologie. Er erklärt, warum diese Technik gegenüber klassischen Blockaugmentationen entscheidende Vorteile bietet, wie sie entstanden ist und welche Fehler man unbedingt vermeiden sollte. Außerdem geht es um die richtige Patientenvorbereitung, die Bedeutung der Parodontaltherapie, Weichgewebsmanagement und klare Grenzen für Einsteiger.