Parodontale Erkrankungen sind primär biofilmbedingt. Hierbei fördert eine Verschiebung des ökologischen Gleichwichts hin zu heterogenen und komplexen Biofilmen aus potenziell pathogenen Bakterien die Erkrankungsentstehung und -progression. Vor diesem Hintergrund erfolgt in der Therapie vornehmlich eine zielgerichtete, ursachenbezogene mechanische Biofilmentfernung, welche eine Parodontitis größtenteils erfolgreich aufhalten kann. Zudem wird bei Vorliegen einer schweren bzw. therapieresistenten Form der Parodontitis der adjuvante Einsatz systemischer Antibiotika propagiert. Doch ist das wirklich sinnvoll?
Knöcherne Rekonstruktionen haben seit der Akzeptanz von dentalen Implantaten stark zugenommen. Seit der Einführung von Ersatzmaterialien werden Augmentationen immer häufiger mit Knochenersatzmaterialien (KEM) durchgeführt. Defektkonfiguration, Material und Technik sind häufig wichtigere Faktoren, als man es sich wünscht. Daher erläutern wir in diesem Beitrag neben den unterschiedlichen zur Verfügung stehenden Materialien und deren Einsatzbereiche u.a. auch Wundheilungsunterstützer, welche die Einheilung von Knochenersatzmaterialien fördern.
In dieser Podcast-Folge beleuchten wir das Thema Antibiotika in der Implantologie mit Prof. Dr. Dr. Bilal Al-Nawas. Er erklärt, warum Penicilline – insbesondere Amoxicillin – weiterhin Goldstandard sind und wie die präoperative „Single-Shot“-Gabe nach dem Prinzip hit them hard and short funktioniert. Außerdem geht es um Alternativen bei Penicillin-Allergie, die Rolle von Clindamycin, Makroliden und Cephalosporinen sowie aktuelle Diskussionen zu Resistenz und Nebenwirkungen. Ein kompaktes, praxisnahes Update.
Ein alter Mann begab sich wegen Fieber, Kurzatmigkeit und produktivem Husten ins Krankenhaus. Da er neben einer Hypertonie und einer Niereninsuffizienz auch an einer chronisch obstruktiven Lungenerkrankung litt, wurde er unter der Diagnose einer Exazerbation stationär aufgenommen und inhalierte alle vier Stunden Salbutamol. Am dritten Tag begannen sich schmerzhafte Ulzera auf Zunge, Lippen und Mundschleimhaut zu bilden.
Die obstruktive Schlafapnoe (OSA) zählt zu den häufigsten Volkskrankheiten und ist mit erheblichen gesundheitlichen Risiken sowie einer deutlichen Einschränkung der Lebensqualität verbunden. Die Therapie erfolgt multimodal. Während die Polysomnographie als umfassendstes Verfahren gilt, kann bei einer Vielzahl von Patient*innen bereits durch eine ambulante Polygraphie eine ausreichende Objektivierung des Krankheitsbildes erfolgen. Die primäre Therapieoption stellt die PAP-Therapie („positive airway pressure“) dar. Ergänzend stehen heute auch alternative Verfahren zur Verfügung, darunter die Unterkieferprotrusionsschiene (UKPS), die Hypoglossus-Neurostimulation sowie die Schlafpositionstherapie.
In dieser besonderen Podcast-Folge lernen wir den Host und damit den Menschen hinter dem Namen Prof. Dr. Dr. Eik Schiegnitz kennen. Er spricht über sein Mindset, wie er mit Fokus statt Zeitmanagement arbeitet und warum Klarheit über das eigene „Warum“ entscheidend ist. Themen wie Selbstverantwortung, der Umgang mit Rückschlägen und die Bedeutung von Mentoren geben wertvolle Impulse für persönliche und berufliche Entwicklung. Außerdem verrät Eik, wie kleine Selbstüberwindungen großen Impact haben und warum Erfolg für ihn vor allem Lebensfreude bedeutet. Jetzt reinhören und erfahren, wie du mit Fokus, Klarheit und mentaler Stärke dein Leben und deine Karriere auf das nächste Level bringst!
Etwa jeder vierte Deutsche raucht. Die damit verbundenen oralen Risikopotenziale sind in der zahnmedizinischen Praxis nahezu täglich präsent und müssen bei der Therapie und präventiven Betreuung beachtet werden. Doch wie ist das Schadenspotenzial der verbrennungsfreien Alternativen – und welche gibt es überhaupt?
Herz-Kreislauf-Erkrankungen stellen weltweit die häufigste Todesursache dar und sind in Europa für ca. 3,9 Mio. Todesfälle (45% aller Todesfälle) verantwortlich. In diesem Fortbildungsbeitrag zeigen wir die Hintergründe der Zusammenhänge zwischen Parodontitis und kardiovaskulären Erkrankungen auf. Dadurch wissen Sie, was Sie bei Patienten/-innen mit kardiovaskulären Erkrankungen im Rahmen der Parodontitisbehandlung berücksichtigen müssen und können die wechselseitigen Risiken gegenüber Ihren Patient*innen aufklären.
In dieser Podcast-Folge dreht sich alles um die DGI Next Generation – das Netzwerk für junge Zahnärztinnen und Zahnärzte, die in der Implantologie durchstarten wollen. Paul Henn und Max Buchinger berichten von ihren persönlichen Einstiegen, der Bedeutung von Mentorship und warum Networking der Schlüssel zum Erfolg ist. Sie geben Einblicke in spannende Formate wie Workshops, den Young Clinician Award, das Curriculum und die Rolle des DGI-Kongresses als „must-go“-Event für Austausch und Weiterbildung.
In dieser inspirierenden Podcast-Folge spricht Prof. Dr. Dr. Knut Grötz über Selbstmotivation, Disziplin und die Bedeutung lebenslangen Lernens. Er teilt persönliche Erfahrungen aus seiner beeindruckenden Karriere als MKG-Chirurg und erläutert, warum „Gas geben“ nicht nur mit Tempo, sondern auch mit Balance und Zielorientierung zu tun hat. Themen wie Leitlinienarbeit, Feedbackkultur und der Umgang mit Veränderungen in der Medizin zeigen, wie wichtig Teamarbeit und klare Werte sind. Jetzt reinhören und erfahren, wie man mit Begeisterung und Disziplin für sich selbst, das Team und die Patienten vorankommt!
Die kraniomandibuläre Dysfunktion (CMD) ist eine Störung des Kausystems. Sie umfasst Schmerz und/oder andere Anzeichen einer Dysfunktion. Die CMD ist die häufigste Ursache für chronische orofaziale Schmerzen nichtdentalen Ursprungs im Mund- und Gesichtsbereich. Die diagnostischen Kriterien für CMD sind ein standardisiertes Diagnoseverfahren bestehend aus einer Achse I und einer Achse II.
In der modernen Zahnmedizin stehen neben der Funktionalität das präventionsorientierte Vorgehen und die Ästhetik im Fokus. Eine Frontzahnrestauration soll nicht nur die Kaufunktion wiederherstellen, sondern im besten Fall unsichtbar sein. In der aktuellen S3-Leitlinie wurde das Indikationsfeld für Kompositrestaurationen erneut erweitert. In diesem Sinn gehen wir mit diesem Fortbildungsbeitrag auf die korrekte Umsetzung von therapeutischen Maßnahmen ein, die eine natürliche Ästhetik, gute Überlebenszeiten und ein dauerhaft hochwertiges Ergebnis gewährleisten.
Allergien auf β-Laktam-Antibiotika gehören zu den häufigsten Arzneimittelallergien. Dazu fassen wir allergische Reaktionen, Ausweichpräparate und Tests zusammen. Zusätzlich stellen wir eine einfachere, anamnesebasierte Diagnostik im ambulanten Setting vor: den PEN-FAST-Score.
In dieser besonderen Folge des DGI-Podcasts steht nicht die Implantologie im Vordergrund, sondern der Mensch hinter dem Amt: Dr. Christian Hammächer, Präsident der DGI. Im Gespräch teilt er persönliche Einblicke in seinen Werdegang, seine Motivation und seine Werte – von der künstlerischen Leidenschaft bis zur Teamführung in der eigenen Praxis. Er spricht über die Herausforderungen der modernen Zahnmedizin, seine Vision für die DGI und die Bedeutung von Authentizität und Menschlichkeit im Berufsalltag.
In diesem Fortbildungsbeitrag stellen wir die Möglichkeiten der oralen Rehabilitation mit dentalen Implantaten bei Personen mit seltenen Erkrankungen dar. Für Ektodermale Dysplasie, Singleton-Merten-Syndrom, Achondroplasie, Pierre-Robin-Syndrom und Hanhart-Syndrom klären wir die zahnmedizinischen Aspekte hinsichtlich deren Merkmale und Komplikationen sowie die Indikationsstellungen für Implantate je nach Alter und Schweregrad der Erkrankung.
Titanmeshs stellen nicht resorbierbare Barrieren dar und ermöglichen einen horizontalen, aber auch vertikalen Knochenaufbau. Typische Komplikationen, die in der Literatur beschrieben werden, sind neben Weichgewebsdehiszenzen auch Verluste des Augmentates. Der vorliegende Beitrag befasst sich dabei exklusiv mit individualisierten Titanmeshs und der Frequenz der bei diesen Meshs häufig auftretenden Dehiszenzen.
Das Summer Event der DGI machte in diesem Jahr in Frankfurt Station - und wieder war die Nachfrage riesig. Schon Wochen vorher waren die 80 Plätze restlos vergeben, mehr als 40 weitere Interessierte müssen auf das nächste Jahr hoffen. Damit ist die Veranstaltung, die bereits in Hamburg und München für volle Säle sorgte, endgültig zum größten Event seiner Art in Europa geworden. Werfen Sie einen Blick hinein!
Prof. Dr. Dr. Knut Grötz erläutert im DGI-Podcast die Besonderheiten der Implantatnachsorge, insbesondere bei Risikopatienten mit systemischen Erkrankungen. Die curriculäre Weiterbildung richtet sich vor allem an zahnmedizinische Fachangestellte und kombiniert theoretische Grundlagen mit praktischen Übungen zur schonenden Implantatreinigung und Früherkennung von Periimplantitis. Neben medizinischen Vorteilen stärkt das Curriculum auch die Wertschätzung und Kompetenz der Mitarbeitenden in der Praxis. Ein vollbestellter Prophylaxeraum ist dabei nicht nur wirtschaftlich sinnvoll, sondern auch medizinisch essenziell.
Antibiotika galten über Jahrzehnte als nahezu selbstverständlicher Bestandteil der perioperativen Versorgung in der zahnärztlichen Implantologie. Dieser Beitrag fasst die neuesten Erkenntnisse aus großen Umfragen, retrospektiven und randomisierten Studien sowie systematischen Übersichtsarbeiten zusammen. Wo bleibt die Wissenschaft hinter der Routine zurück, und wie kann die Implantologie zu einem verantwortungsvollen, modernen Umgang mit Antibiotika finden? Ziel ist es, Orientierung zu geben und die Diskussion über den tatsächlichen Stellenwert der Antibiotikaprophylaxe bei zahnärztlichen Implantaten jenseits von Gewohnheiten und Ängsten auf eine sachliche, wissenschaftlich fundierte Basis zu stellen.